Deutschsprachiger Evangelischer Gottesdienst etabliert sich in Busan
Schaut man in die Runde der Gottesdienstbesucher*innen, könnte man überrascht sein, dass hier ein Gottesdienst in deutscher Sprache an einem Ort wie dem Honorarkonsulat stattfindet. Alle Menschen, die hier erscheinen, haben aus verschiedensten Gründen einen Bezug zu Deutschland und fühlen sich der Sprache und Kultur Deutschlands verbunden.
Vertraut fremde lutherische Liturgie, Gesänge aus dem Evangelischen Gesangbuch, deutsch-theologische Auslegung des Textes durch die von der EKD entsandte Pfarrerin Mi- Hwa Kong, deutschsprachige Professoren sowie solistisch musikalische Beiträge durch Musikerinnen wie z.B. Sopranistin Aerin Jung, die in Deutschland studiert hat oder
spiegelverkehrt der deutsche Student Rene Solzbacher, der an einer Universität in Daegu studiert, machen das Beisammensein aus. Wir leben und führen 140 Jahre deutsch koreanische Beziehungen in persona weiter.
Es ist immer wieder ein segensreiches Zusammenkommen verschiedenster Gruppen aus dem Busaner Umkreis: international bikulturell zusammengesetzte Familien (FC BuDe), Zusammenschluss der musikalischen Künstler*innen (AC BuDe), Vertreter*innen für Wissenschaft, Kultur und Forschung (Researcher BuDe) sowie der Zusammenschluss der nach Deutschland entsandten Krankenschwestern, die wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind (BEKIDA) und immer wieder auch durchreisende Touristen.
Dass diese Menschen alle einen Begegnungsort der (2.) Heimat finden, ist dem außerordentlichen Einsatz und Engagement des deutschen Honorarkonsulats in Busan zu verdanken in Zusammenarbeit mit der Korea Stiftung vertreten durch Prof. Dr. Yong-Seun Chang-Gusko sowie dem EGDS Vorsitzenden Prof. Dr. Tae-Hung Dorian Chung und Teamleiterin Heera Jeong, die die organisatorische Leitung übernimmt.
Das gemeinsame Essen im Anschluss lädt zu vertiefenden Gesprächen ein und stärkt den Gemeinschaftssinn innerhalb der deutschsprachigen Busaner Community, die sichtlich durch solche Begegnungen zusammenwächst.